20 Jahre Gymnasium am Tannenberg

Die im Gesetz vorgeschriebene schrittweise Einführung der Klassenstufen 7, 8 und 9 (1991) bzw. 5 und 6 (1992) am Gymnasium überforderte die vorhandene Raumkapazität der alten Erweiterten Oberschule und führte noch 1991 zur Auslagerung von Klassen an andere Grevesmühlener Schulen und nach Damshagen und zum Umzug aller weiteren Klassen in die "Schule am Tannenberg".

Am 1. September 1991 begannen im "Gymnasium am Tannenberg" 40 Lehrkräfte 613 Schüler zu unterrichten.

Parallel zu dieser Entwicklung bemühten sich die Abgeordneten des Kreises Grevesmühlen beim Kultusministerium in Schwerin um Förderung des Aus- und Umbaus des alten Gebäudes zu einem modernen Gymnasium, welches perspektivisch etwa 1000 Schüler aufnehmen sollte.

Die angespannte Haushaltslage des Kreises verhinderte zunächst die Zustimmung der Schweriner Kommunalaufsichtsbehörde. Nachdem aber im November 1992 das Innenministerium grünes Licht gab, erfolgte am 8. April 1993 die Grundsteinlegung für das mehr als 25 Millionen DM teure Projekt.

Zu diesem Zeitpunkt mußten noch immer 13 Klassen oder 60% aller 740 Schüler in die Wasserturm-, Ploggensee- und Berufsschule bzw. in die Schule nach Damshagen ausweichen und von zwischen diesen Schulen und dem Gymnasium hin und her pendelnden Lehrkräften unterrichtet werden.

Die Arbeit am ersten Bauabschnitt, einem Klassentrakt für die Sekundarstufe I, ging voran. Am 13. Januar 1994 zierte die Richtkrone den Erweiterungsbau mit seinen 25 Klassen- und vier Gruppenräumen, am 9. Juni des selben Jahres fand die Einweihung statt. Der Lehrbetrieb wurde trotz z.T. erheblicher Belastungen durch das Baugeschehen in diesem Zeitraum weitergeführt.

Mit Beginn des Schuljahres 1994/95 waren dann alle 800 Gymnasiasten unter einem Dach. Zeitgleich vollzog sich die Fertigstellung des zweiten Bauabschnittes, einem Fachraumtrakt mit 27 nach den modernsten Gesichtspunkten eingerichteten Unterrichts- und Vorbereitungsräumen für Musik, Kunsterziehung, Informatik und die Naturwissenschaften, dessen Einweihung am 20. November 1995 im neuen Forum des Gymnasiums feierlich erfolgte. Beste Bedingungen für den naturwissenschaftlichen und künstlerischen Unterricht waren geschaffen worden.

Anfang März 1996 wurde der nunmehr dritte Bauabschnitt in Angriff genommen. Dazu mußte das gesamte Gebäude der vormaligen Polytechnischen Oberschule freigezogen werden. Diese Übergangsphase während der alle jetzt 851 Schüler in den neu errichteten Trakten unterrichtet wurden, gestaltete sich organisatorisch nicht immer leicht. Gerade auch deshalb wurde die Fertigstellung der 18 Gruppenräume sowie der dringend erforderlichen Lehrer- und Schülerbibliotheken sehnlichst erwartet. Dieses Ereignis fand dann am 24. April 1997 in Anwesenheit der amtierenden Kultusministerin Regine Marquardt statt. In einem feierlichen Akt übergab sie dem Schulleiter das bis auf die Sporthalle fertige Haus.

Die alte Sporthalle reichte zum einen wegen der inzwischen 930 Schüler schon aus Kapazitätsgründen nicht mehr, genügte aber auch nicht mehr modernen baulichen Vorschriften. Der Neubau - in der Projektierung von Beginn an enthalten - wurde ab November 1997 realisiert. Die am 16. Februar 1999 mit einem Sport- und Kulturfest offiziell eingeweihte Halle bietet gegenwärtig den 950 Schülern unseres Gymnasiums und Klubs und Vereinen des Kreises vielfältigste Möglichkeiten.